Internationale Springprüfungen - Hoch, höher, hoch hinaus!

Das Pferd und sein Reiter überwinden gemeinsam luftige Höhen gegen die Zeit – und das bedeutet Spannung, Action, Rasanz. Springen zieht von jeher die Fans des Reitsports magisch in seinen Bann. Das Prüfungsangebot ist vielfältig, die Wünsche der Reiter werden stets berücksichtigt. Erst vor kurzem wurde ein weiteres schweres Springen mit ins Programm integriert, um so noch mehr Startmöglichkeiten zu schaffen. Selbstverständlich sind auch die Wettbewerbe für die Youngster unbedingtes Muss. „Die Bedingungen in Verden sind hervorragend“, strahlte Christian Glienewinkel, Gewinner im Hamburger Derby 2015. Und fügte verschmitzt hinzu: „Es gehört sich ja wohl, mit einem Hannoveraner beim Turnier, das auf der Anlage des Hannoveraner Verbandes stattfindet, an den Start zu gehen.“ Damit, meinte er seinen 15-jährigen Professional Aircare v. Perpignon, auf dem er so überragend das Derby in Hamburg gewann und den er kurz darauf mit nach Verden brachte. Im Großen Preis 2015 stand ein echtes Hannoveraner Dreamteam vorne: der Celler Landbeschäler Perigueux v. Perpignon/Stakkato und Eva Bitter, die seit jeher auf die Hannoveraner Leistungsgene setzt und schon mit Muttervater Stakkato internationale Meriten erzielte. Ähnlichkeiten zwischen den beiden Hengsten sieht die Amazone durchaus: „Er hat die gleiche Einstellung und die gleiche Technik. Das ist mir gut bekannt.“ Mit der schnellsten tadellosen Zeit sauste das Paar zum ersten Platz der renommierten Prüfung und ließ die internationale Konkurrenz hinter sich.

Ein mittlerweile ebenfalls etabliertes Element im Verdener Parcours ist die Amateur-Tour Gaudemus Equis. Dort haben auch diejenigen, die den Pferdesport „nur“ als Hobby betreiben, die Gelegenheit, sich vor großer Kulisse zu präsentieren. Gleiches gilt für die Schüler zahlreicher Profis, die über großes Talent verfügen und oft als Pfleger mit zum Turnier reisen. Ausgeschrieben ist die Prüfung als S-M-L-Tour. Das bedeutet, die Teilnehmer können, müssen aber nicht, in der leichten, mittleren oder schweren Klasse starten und so Erfahrungen mit ihren Pferden auf internationalem Parkett sammeln.